IMMH

24. Mai 2017

Ausstellungstagebuch #6: Der Vertrag

Der Vertrag zwischen dem Guangdong Museum und dem Internationalen Maritimen Museum Hamburg wurde am 24. Mai offiziell unterschrieben. Die Zeremonie fand in feierlichem Rahmen in Peking statt. Neben dem Vertrag zur gemeinsamen Sonderausstellung EAST MEETS WEST wurde ein weiterer Vertrag unterschrieben.

Direktor Jun Wei (Guangdong Museum) und Peter Tamm unterschreiben den Vertrag in Peking. Dabei sind Bundesaußenminister Sigmar Gabriel und Vize-Ministerpräsidentin Liu Yandong.

Gipfeltreffen in Peking

Peter Tamm, Vorstand der Peter Tamm Sen. Stiftung, hat an dem „People-to-People-Dialogue“ Gipfeltreffen zwischen der EU und der Volksrepublik China teilgenommen. Hierbei handelte es sich um ein weiteres Treffen zur Stärkung der kulturellen Beziehungen zwischen China und der EU. Dass nicht nur symbolische Aktionen vollzogen,  sondern tatsächliche gemeinsame Projekte umgesetzt werden, zeigt die gemeinsame Sonderausstellung EAST MEETS WEST – Maritime Seidenstrasse im 13. bis 17. Jahrhundert.

Das diesjährige Treffen hat auch eine besondere Bedeutung für die Bundesrepublik Deutschland, da es parallel zu den Feierlichkeiten 45. Jahre Deutsch-Chineschische Freundschaft stattfand. Es war darum eine besondere Ehre für Peter Tamm und das Internationale Maritime Museum Hamburg, an dieser hochrangigen Veranstaltung teilgenommen zu haben.

Es ist vollbracht!

Der Vertrag, die Verträge

In erster Linie ging es in Peking um die endgültige Ratifizierung und feierliche Unterzeichnung des Ausstellungsvertrages EAST MEETS WEST. Der Vorstand des IMMH und des Guangdong Museums haben gemeinsam an einer Vereinbarung gearbeitet, die eine effektive und vertrauensvolle Zusammenarbeit für beide Häuser sicherstellt. Dabei mussten Sprachbarrieren überwunden und komplexe Fragen des internationalen Rechts geklärt werden. Nun steht die Ausstelllung auf einer soliden rechtlichen Grundlage.

Wärend des „People-to-People Dialogue“ wurde vom Guangdong Museum und dem IMMH ein zweites Dokument unterschrieben. Es handelt sich dabei um ein MOC, Memorandum of Cooperation. Dies wird der Grundstein sein für weitere zukünftige Kooperationen beider Institutionen.

Das Team vom IMMH freut sich über das gemeinsame Projekt und darauf, die Kollegen aus China schon bald in Hamburg zu begrüßen.

Ausstellungstagebuch:
Teil 1: Was bisher geschah
Teil 2: Raum schaffen
Teil 3: Die Dschunke
Teil 4: Das Plakat

Teil 5: Die Vitrinen

20. Mai 2017

Ausstellungstagebuch #5: Die Vitrinen

Die 120 Schätze aus dem Guangdong Museum bekommen vom IMMH nagelneue Vitrinen der Extraklasse. Daran arbeiten die Ausstellungsgestalter und die Kollege der Haustechnik seit Wochen fleißig.

Museumsarbeit sieht oft so aus.

Die neuen Vitrinen für die Ausstellung „EAST MEETS WEST – maritime Seidenstraße im 13. bis 17. Jahrhundert“ werden pünktlich zur Ankunft der Exponate aus China fertig sein. Dabei greift das Team des IMMH auf fundierte Erfahrungen zurück, wenn es um den Schutz der Exponate geht.

Die Kunst des Vitrinenbaus

Wie bei allen Vitrinen des Museums, werden die Podeste aus schwer erflammbarem Material der Brandschutzklasse B-1 stabil gebaut und mit einem Stahlrahmen für die Haube versehen. Außerdem haben die neuen Vitrinen ein extra Fach für Silikagel- Kassetten, die für eine absolut gleichbleibende Luftfeuchtigkeit in der Haube sorgen. Die Luftfeuchtigkeit wird dann an die Bedürfnisse des jeweiligen Exponat angepasst. Da einige Exponate aus empfindlichen Materialien bestehen, müssen die Klimabedingungen in den Vitrinen immer konstant bleiben. Deshalb wird das Klima in den Vitrinen für die gesamte Dauer der Ausstellung digital überwacht.

Eine der Vitrinen. Es gibt noch einiges zu tun, bis sie fertig ist.

Auf die Podeste kommen speziell angefertigte Acrylhauben. Diese bieten den besten Schutz bei höchster Transparenz und lassen so die Ausstellungsobjekte richtig erstrahlen. Darüberhinaus sind die Hauben mit einen Filter für UV-Strahlen versehen.

Dieser Filter ist nur eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme, da im IMMH seit 2015 nur noch mit LED-Beleuchtung gearbeitet wird, die höchstem Museumsstandard entspricht. Dieses Licht bietet die beste Farbwiedergabe und ist dabei absolut UV-frei.

Hier entsteht für Sie eine Ausstellung.

Die Schätze des Guangdong Museums werden also in Hamburg bestens aufgehoben sein!

Ausstellungstagebuch:
Teil 1: Was bisher geschah
Teil 2: Raum schaffen
Teil 3: Die Dschunke
Teil 4: Das Plakat

Teil 6: Der Vertrag